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Dachterrasse mit hitzeverträglichen Gräsern und Gehölzen in großen Pflanzkübeln, angelegt von Calis Gartenbau
RATGEBER BEPFLANZUNG

Welche Pflanzen halten Hitze und Trockenheit aus?

18 bewährte Stauden, Gräser und Gehölze für Gärten im Main-Taunus-Kreis
Von Calis Gartenbau · Aktualisiert am 2. September 2026
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Klimaresistente Pflanzen sind Arten, die längere Trockenphasen und hohe Temperaturen ohne dauerhafte Schäden überstehen. Dazu gehören vor allem Stauden und Gräser aus Steppen- und Mittelmeerlagen sowie Gehölze mit tiefem Wurzelwerk. Entscheidend ist neben der Art aber auch der Standort: durchlässiger Boden, eine gute Anwachspflege und eine Mulchschicht wirken oft stärker als die Sortenwahl allein.

In diesem Ratgeber zeigen wir Ihnen, woran Sie hitzeverträgliche Pflanzen erkennen, welche 18 Arten sich in Gärten im Main-Taunus-Kreis bewährt haben und worauf es bei Boden, Mulch und Bewässerung ankommt. Alle Angaben stammen aus unserer täglichen Praxis im Garten- und Landschaftsbau.

KURZ ZUSAMMENGEFASST

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Am zuverlässigsten sind Stauden und Gräser aus trockenen Steppen- und Mittelmeerlagen, etwa Steppen-Salbei, Katzenminze, Lavendel, Fetthenne, Kugeldistel und Blauschwingel.
  • Silbrige, behaarte, ledrige oder schmale Blätter sind ein verlässliches Erkennungsmerkmal, weil sie die Verdunstung bremsen.
  • Der Boden entscheidet mit: Staunässe tötet trockenheitsverträgliche Pflanzen schneller als Hitze. Schwere Lehmböden werden vor der Pflanzung mit Splitt oder Sand durchlässig gemacht.
  • Auch robuste Arten brauchen im ersten und zweiten Standjahr regelmäßig Wasser. Erst danach tragen sie sich selbst.
  • Eine Mulchschicht aus Splitt oder Kies von etwa 5 Zentimetern senkt die Verdunstung spürbar und hält Beikraut zurück.
  • Gießen Sie selten, dafür durchdringend. Häufige kleine Wassergaben halten die Wurzeln flach und machen Pflanzen anfälliger.

Gern schauen wir uns Ihren Garten bei einem kostenlosen Vor-Ort-Termin im Main-Taunus-Kreis an und stellen Ihnen eine Pflanzung zusammen, die zu Boden, Licht und Nutzung passt.

WARUM DAS THEMA WICHTIG IST

Warum Gärten im Main-Taunus-Kreis heute anders bepflanzt werden

Die Sommer in Hessen sind länger und heißer geworden. Das merken wir bei jedem Projekt: Rasenflächen brennen im Juli aus, frisch gepflanzte Gehölze werfen Laub ab, und Beete, die vor zwanzig Jahren ohne Bewässerung auskamen, brauchen heute Unterstützung. Wer neu pflanzt, plant deshalb nicht mehr nur für Optik und Blütezeit, sondern auch für Trockenheit.

Die gute Nachricht: Es gibt eine große Auswahl an Pflanzen, die genau dafür gemacht sind. Viele von ihnen stammen aus Steppen, von Felshängen oder aus dem Mittelmeerraum. Sie speichern Wasser, verdunsten wenig und wurzeln tief. Richtig kombiniert ergeben sie ein Beet, das im August noch gut aussieht und trotzdem den hessischen Winter übersteht.

Dicht gepflanzte Stauden mit schmalen grünen Blättern in einem sonnigen Beet
Dichte Pflanzung beschattet den Boden und hält die Feuchtigkeit länger im Beet.
BELEGTE ZAHL
4 auf 10

So stark ist die Zahl der heißen Tage in Hessen gestiegen. Ein heißer Tag erreicht mindestens 30 Grad Celsius. Im Mittel der Jahre 1951 bis 1980 waren es 4 solcher Tage pro Jahr, im Zeitraum 1995 bis 2024 waren es durchschnittlich 10. Die Zahl der Sommertage ab 25 Grad stieg im gleichen Vergleich von 26 auf 43. Das Jahr mit den bisher meisten heißen Tagen war 2018 mit 24 Tagen.

Quelle: Hessisches Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie (HLNUG), Klimawandelfolgenindikatoren Hessen, Meteorologische Kenntage, Datengrundlage Deutscher Wetterdienst, Auswertung bis 2025. Abgerufen am 2. September 2026.

Woran Sie eine hitzeverträgliche Pflanze erkennen

1
Silbrige oder behaarte Blätter

Die feine Behaarung wirft Sonnenlicht zurück und hält eine ruhige Luftschicht über dem Blatt. Beispiele sind Wollziest, Lavendel und Blauraute.

2
Schmale oder nadelförmige Blätter

Weniger Blattfläche bedeutet weniger Verdunstung. Typisch für Gräser wie Blauschwingel und Reitgras.

3
Dickfleischige Blätter

Sie speichern Wasser für trockene Wochen. Die Hohe Fetthenne ist dafür das bekannteste Beispiel im Staudenbeet.

4
Tiefe Pfahlwurzeln

Kugeldistel und viele Gehölze holen Wasser aus Schichten, die oberflächlich wurzelnde Pflanzen nicht erreichen.

PFLANZENLISTE ZUM DURCHSUCHEN

18 klimaresistente Pflanzen für Ihren Garten

Suchen Sie nach einem Namen oder filtern Sie nach Standort und Pflanzentyp. Alle Angaben zu Wuchshöhe und Blütezeit sind Richtwerte für Gärten im Rhein-Main-Gebiet und können je nach Sorte und Standort abweichen.

Standort
Pflanzentyp
Angezeigt: 18 Pflanzen von insgesamt 18
Keine Pflanze gefunden

Bitte prüfen Sie die Schreibweise oder setzen Sie die Filter zurück. Gern beraten wir Sie auch persönlich zu einer passenden Pflanzung.

  • Steppen-Salbei

    Staude

    Botanisch: Salvia nemorosa

    Wuchshöhe
    40 bis 60 cm
    Blütezeit
    Juni bis September
    Standort
    Volle Sonne
    Boden
    Durchlässig, mäßig trocken, kalkverträglich

    Gut zu wissen: Nach der ersten Blüte handbreit zurückschneiden, dann blüht er im Spätsommer ein zweites Mal.

  • Katzenminze

    Staude

    Botanisch: Nepeta x faassenii

    Wuchshöhe
    25 bis 40 cm
    Blütezeit
    Mai bis September
    Standort
    Volle Sonne
    Boden
    Durchlässig und trocken, keine Staunässe

    Gut zu wissen: Eine der ausdauerndsten Bienenweiden im Beet. Verträgt Hitze am Wegrand sehr gut.

  • Lavendel

    Staude

    Botanisch: Lavandula angustifolia

    Wuchshöhe
    40 bis 60 cm
    Blütezeit
    Juni bis August
    Standort
    Volle Sonne
    Boden
    Mager, kalkhaltig, sehr durchlässig

    Gut zu wissen: Im Frühjahr nur ins junge Holz zurückschneiden. Aus altem Holz treibt Lavendel nicht mehr aus.

  • Hohe Fetthenne

    Staude

    Botanisch: Hylotelephium telephium

    Wuchshöhe
    40 bis 60 cm
    Blütezeit
    August bis Oktober
    Standort
    Volle Sonne
    Boden
    Durchlässig, nährstoffarm, trocken bis frisch

    Gut zu wissen: Die dickfleischigen Blätter speichern Wasser. Die Blütenstände über den Winter stehen lassen, sie geben dem Beet Struktur.

  • Schafgarbe

    Staude

    Botanisch: Achillea filipendulina

    Wuchshöhe
    80 bis 120 cm
    Blütezeit
    Juni bis September
    Standort
    Volle Sonne
    Boden
    Durchlässig, trocken, eher nährstoffarm

    Gut zu wissen: Die flachen gelben Blütenteller sind ein wichtiger Landeplatz für Wildbienen und Schwebfliegen.

  • Wollziest

    Staude

    Botanisch: Stachys byzantina

    Wuchshöhe
    20 bis 40 cm
    Blütezeit
    Juni bis August
    Standort
    Volle Sonne
    Boden
    Sandig, trocken, sehr durchlässig

    Gut zu wissen: Die silbrig behaarten Blätter verdunsten wenig Wasser. Bei Nässe im Winter fäult er leicht, deshalb Splitt im Wurzelbereich.

  • Kugeldistel

    Staude

    Botanisch: Echinops ritro

    Wuchshöhe
    80 bis 120 cm
    Blütezeit
    Juli bis September
    Standort
    Volle Sonne
    Boden
    Durchlässig, trocken, auch steinig

    Gut zu wissen: Die tiefe Pfahlwurzel macht sie extrem trockenheitsfest. Nach dem Pflanzen möglichst nicht mehr versetzen.

  • Storchschnabel Rozanne

    Staude

    Botanisch: Geranium Rozanne

    Wuchshöhe
    30 bis 50 cm
    Blütezeit
    Juni bis Oktober
    Standort
    Halbschatten
    Boden
    Humos, durchlässig, frisch

    Gut zu wissen: Blüht fast ohne Pause bis zum Frost und deckt den Boden dicht ab. Wächst auch in voller Sonne, braucht dort aber etwas mehr Wasser.

  • Purpurglöckchen

    Staude

    Botanisch: Heuchera micrantha

    Wuchshöhe
    30 bis 50 cm
    Blütezeit
    Juni bis Juli
    Standort
    Halbschatten
    Boden
    Humos, durchlässig, frisch, keine Staunässe

    Gut zu wissen: Das farbige Laub bleibt bis in den Winter und macht schattige Ecken hell. Die Blüte ist Nebensache.

  • Elfenblume

    Staude

    Botanisch: Epimedium x perralchicum

    Wuchshöhe
    25 bis 35 cm
    Blütezeit
    April bis Mai
    Standort
    Schatten
    Boden
    Humos, durchlässig, verträgt Wurzeldruck

    Gut zu wissen: Einer der wenigen Bodendecker, der unter großen Bäumen wirklich dicht wird. Im Februar das alte Laub abschneiden.

  • Blauschwingel

    Gras

    Botanisch: Festuca glauca

    Wuchshöhe
    20 bis 30 cm
    Blütezeit
    Juni bis Juli
    Standort
    Volle Sonne
    Boden
    Sehr durchlässig, mager, trocken

    Gut zu wissen: Alle drei bis vier Jahre teilen, sonst verkahlt der Horst von innen. Ideal als blaugrauer Kontrast zu Kies.

  • Reitgras Karl Foerster

    Gras

    Botanisch: Calamagrostis x acutiflora

    Wuchshöhe
    150 bis 180 cm
    Blütezeit
    Juni bis Juli
    Standort
    Volle Sonne
    Boden
    Durchlässig, frisch bis mäßig trocken, auch lehmig

    Gut zu wissen: Bleibt auch bei Wind straff aufrecht. Die Halme geben dem Beet bis in den Winter Höhe.

  • Chinaschilf

    Gras

    Botanisch: Miscanthus sinensis

    Wuchshöhe
    150 bis 250 cm
    Blütezeit
    September bis Oktober
    Standort
    Volle Sonne
    Boden
    Durchlässig, nährstoffreich, frisch bis mäßig trocken

    Gut zu wissen: Erst im späten Winter zurückschneiden. Die stehenden Halme sind Winterschmuck und Unterschlupf für Insekten.

  • Wald-Hainsimse

    Gras

    Botanisch: Luzula sylvatica

    Wuchshöhe
    30 bis 40 cm
    Blütezeit
    April bis Mai
    Standort
    Schatten
    Boden
    Humos, frisch, verträgt Wurzeldruck

    Gut zu wissen: Bleibt wintergrün und deckt schattige Flächen unter Gehölzen zuverlässig ab.

  • Felsenbirne

    Gehölz

    Botanisch: Amelanchier lamarckii

    Wuchshöhe
    400 bis 600 cm
    Blütezeit
    April bis Mai
    Standort
    Halbschatten
    Boden
    Durchlässig, frisch bis mäßig trocken, auch sauer

    Gut zu wissen: Ein Hausbaum für kleine Gärten: weiße Blüte im Frühjahr, essbare Beeren im Juni, leuchtend rotes Herbstlaub.

  • Perückenstrauch

    Gehölz

    Botanisch: Cotinus coggygria

    Wuchshöhe
    200 bis 400 cm
    Blütezeit
    Juni bis Juli
    Standort
    Volle Sonne
    Boden
    Durchlässig, trocken bis mäßig trocken, kalkverträglich

    Gut zu wissen: Sehr hitzeverträglich und ein Höhepunkt im Herbst, wenn sich das Laub orangerot färbt.

  • Blauraute

    Gehölz

    Botanisch: Salvia yangii, früher Perovskia

    Wuchshöhe
    80 bis 120 cm
    Blütezeit
    Juli bis September
    Standort
    Volle Sonne
    Boden
    Mager, kalkhaltig, sehr durchlässig

    Gut zu wissen: Wird wie Lavendel im Frühjahr kräftig zurückgeschnitten, dann bleibt der Halbstrauch kompakt und standfest.

  • Eibe

    Gehölz

    Botanisch: Taxus baccata

    Wuchshöhe
    200 bis 500 cm
    Blütezeit
    März bis April
    Standort
    Schatten
    Boden
    Durchlässig, frisch, kalkverträglich, keine Staunässe

    Gut zu wissen: Eines der wenigen Gehölze, das auch im tiefen Schatten dicht bleibt und sich gut schneiden lässt. Alle Teile außer dem roten Samenmantel sind giftig.

Angaben ohne Gewähr. Wuchshöhen und Blütezeiten sind Richtwerte und hängen von Sorte, Boden und Witterung ab. Achten Sie bei Familien mit Kindern und bei Haustieren auf giftige Arten wie die Eibe.

AUS DER PRAXIS

Boden, Mulch und Anwachspflege entscheiden mit

Die beste Pflanzenwahl nützt wenig, wenn der Boden nicht mitspielt. In unseren Projekten im Main-Taunus-Kreis stehen deshalb vier Arbeitsschritte am Anfang jeder trockenheitsverträglichen Pflanzung.

  1. 1

    Boden prüfen und durchlässig machen

    Graben Sie ein Loch von etwa 40 Zentimetern und füllen Sie es mit Wasser. Steht das Wasser nach zwei Stunden noch, ist der Boden zu dicht. Schwerer Lehm wird dann mit Splitt oder grobem Sand aufgebrochen. Trockenheitsverträgliche Pflanzen sterben häufiger an Staunässe im Winter als an Hitze im Sommer.

  2. 2

    Richtig pflanzen und einschlämmen

    Das Pflanzloch wird doppelt so breit wie der Wurzelballen ausgehoben, aber nicht tiefer. Nach dem Einsetzen wird der Ballen kräftig eingeschlämmt, damit keine Hohlräume bleiben. Ein Gießrand aus Erde hält das Wasser dort, wo es hingehört.

  3. 3

    Mulchen statt gießen

    Eine Schicht von etwa 5 Zentimetern senkt die Verdunstung deutlich und hält Beikraut zurück. Für Steppen- und Mittelmeerpflanzen eignen sich Splitt oder Kies, weil sie den Wurzelhals trocken halten. Rindenmulch passt besser zu Gehölzen und Schattenbeeten.

  4. 4

    Anwachspflege in den ersten zwei Jahren

    Auch robuste Arten brauchen anfangs Wasser. Gießen Sie im ersten und zweiten Standjahr selten, dafür durchdringend, etwa 10 bis 20 Liter je Staude und Gang. Häufige kleine Wassergaben halten die Wurzeln flach und machen die Pflanze dauerhaft abhängig.

Ziergräser in Pflanztöpfen stehen vor einer Hecke bereit zur Pflanzung durch Calis Gartenbau

Automatische Bewässerung nimmt Ihnen die Anwachspflege ab

Gerade in den ersten beiden Jahren ist eine automatische Bewässerung mit Tropfschläuchen und Feuchtesensor die einfachste Lösung. Sie gießt früh am Morgen, dosiert gleichmäßig und spart im Vergleich zum Sprengen spürbar Wasser. Wir planen sie als Teil unserer Leistung Smart Garden gleich mit ein.

WAS WIR IMMER WIEDER SEHEN

Fünf Fehler, die klimaresistente Pflanzungen scheitern lassen

Wenn eine trockenheitsverträgliche Pflanzung nicht anwächst, liegt es selten an der Pflanze. Diese fünf Punkte sind uns in über 25 Jahren am häufigsten begegnet.

  • Fehler

    Jeden Abend kurz gießen

    Besser so

    Selten, dafür durchdringend wässern. Nur so folgen die Wurzeln dem Wasser nach unten. Morgens gießen ist günstiger als abends, weil das Laub schneller abtrocknet.

  • Fehler

    Mittelmeerpflanzen in schweren Lehm setzen

    Besser so

    Lavendel, Blauraute und Wollziest brauchen einen durchlässigen Untergrund. Lehm wird vorher mit Splitt aufgebrochen oder die Pflanzung wird leicht erhöht angelegt.

  • Fehler

    Zu viel düngen

    Besser so

    Viele trockenheitsverträgliche Arten stammen von mageren Standorten. Zu viel Nährstoff macht sie weich, anfällig und kippanfällig. Kompost sparsam einsetzen.

  • Fehler

    Gräser und Stauden im Herbst radikal schneiden

    Besser so

    Die stehenden Halme schützen den Wurzelballen vor Frost und bieten Insekten Unterschlupf. Der Rückschnitt gehört in den späten Winter, kurz vor dem Neuaustrieb.

  • Fehler

    Nach dem ersten Sommer aufhören zu gießen

    Besser so

    Erst nach zwei Standjahren trägt sich eine Pflanzung selbst. Bis dahin gehört sie in trockenen Wochen auf die Gießliste, auch wenn sie als trockenheitsverträglich gilt.

HÄUFIGE FRAGEN

Fragen zu klimaresistenten Pflanzen

  • Am zuverlässigsten sind Stauden und Gräser aus Steppen- und Mittelmeerlagen. Dazu gehören Steppen-Salbei, Katzenminze, Lavendel, Hohe Fetthenne, Schafgarbe, Kugeldistel, Wollziest und Blauschwingel. Bei den Gehölzen sind Perückenstrauch, Blauraute und Felsenbirne bewährt. Entscheidend ist immer ein durchlässiger Boden in voller Sonne.

  • Ja. Im Schatten ist weniger die Hitze das Problem als der Wurzeldruck großer Bäume. Bewährt haben sich Elfenblume, Wald-Hainsimse und die Eibe. Sie kommen mit wenig Licht und trockenem Wurzelbereich zurecht. Purpurglöckchen und Storchschnabel Rozanne eignen sich für den Halbschatten.

  • Rechnen Sie mit zwei vollen Standjahren. In dieser Zeit bildet die Pflanze ihr Wurzelwerk aus. Gießen Sie in trockenen Wochen einmal wöchentlich durchdringend statt täglich ein wenig. Bei Gehölzen kann die Anwachsphase auch drei Jahre dauern.

  • Für Steppen- und Mittelmeerpflanzen eignen sich mineralische Mulche wie Splitt oder Kies in etwa 5 Zentimetern Stärke. Sie halten den Wurzelhals trocken und verhindern Fäulnis. Rindenmulch passt besser zu Gehölzen und Schattenbeeten, bindet beim Verrotten aber Stickstoff.

  • In den ersten beiden Jahren nach der Pflanzung lohnt sie fast immer, weil sie früh am Morgen und gleichmäßig gießt. Tropfschläuche mit Feuchtesensor bringen das Wasser direkt an die Wurzel statt in die Luft. Wir planen solche Anlagen als Teil unserer Leistung Smart Garden mit ein und legen sie so aus, dass sie später reduziert werden kann.

  • Ja, meist schrittweise. Sinnvoll ist es, mit den sonnigsten und trockensten Bereichen zu beginnen, dort den Boden durchlässig zu machen und die Pflanzung umzustellen. Bei einem Termin vor Ort im Main-Taunus-Kreis schauen wir uns Boden, Licht und Bestand an und sagen Ihnen, was sich mit welchem Aufwand ändern lässt.

Alter Olivenbaum mit knorrigem Stamm in einem großen Pflanzkübel, gesetzt von Calis Gartenbau
ÜBER DEN AUTOR

Wer hinter diesem Ratgeber steht

Calis Gartenbau plant und baut seit über 25 Jahren Außenanlagen im Main-Taunus-Kreis. Bepflanzung ist dabei kein Anhang am Ende der Baustelle, sondern Teil der Planung von Anfang an. Welche Pflanze wohin gehört, entscheiden wir nach Boden, Licht, Wasserversorgung und danach, wie viel Pflege sich der Bauherr wirklich vorstellen kann.

Die Empfehlungen auf dieser Seite stammen aus dieser Praxis. Sie beruhen auf Pflanzungen, die wir über Jahre begleitet und in trockenen Sommern beobachtet haben. Wo wir Zahlen nennen, geben wir die Quelle an. Wo eine Aussage vom Standort abhängt, sagen wir das ebenfalls.

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